Noch ein Gegner von Google Books fiel um. Eine Warnung?

Schlagzeile von Golem: „Die französische Nationalbibliothek hat ihren Widerstand gegen Google Books aufgegeben. Jetzt ist ein Kooperationsabkommen auf dem Weg – Google soll Teile des Bestandes der Bibliothek digitalisieren dürfen“. Warum das eine Warnung sein sollte? Diese Bibliothek oder besser gesagt deren Leiter waren maβgeblich an der Entsehtung des „Google-Books-Gegner“ Europeana beteiligt, das optisch zwar sehr vielversprechend aussieht, aber bei meinen Testläufen doch sehr viele Fehlermeldungen an die „Technischen Mitarbeiter“ schickte. Auf jeden Fall war ein Zeichen dafür, dass Google nicht das Monopol haben soll bzw. was noch schlimmer werden könnte, dass man ihnen nicht das Monopol zugespielt haben sollte. Darauf werden viele Leute noch kommen, die französische Nationalbibliothek hatte es kapiert, bis sie „wegen finanziellem Druck“ zusammengebrochen ist.

Verständlich, denn Google hat ja fast unerschöpfliche Ressourcen, sie könnten jedes Buch nicht nur einscannen sondern auch gleich auf eine Foto-Leinwand drucken lassen, nur so als Beispiel 🙂

Aber hätte man nun das Fotobuch mit allen Büchern von Google Books muss man einfach einsehen, dass es stetig wächst und man kein anderes Produkt findet….

Aber die Nationalbibliothek von Frankreich ist nicht alleine. Auf der offiziellen Seite von Google Books bin ich auf folgende Meldung gestoβen:

„Vor drei Jahren haben die Authors Guild, die Association of American Publishers und eine Handvoll Autoren und Verlage eine Sammelklage gegen Google Buchsuche eingereicht.

Heute geben wir voller Freude bekannt, dass diese Klage beigelegt wurde und wir eng mit diesen Branchenpartnern zusammenarbeiten, um noch mehr Bücher dieser Welt online verfügbar zu machen. Gemeinsam können wir weitaus mehr erreichen als jeder von uns im Alleingang, wovon Autoren, Verlage, Forscher und Leser gleichermaßen langfristig profitieren.

Es wird noch einige Zeit dauern, bis die Vereinbarung gerichtlich genehmigt und abgeschlossen sein wird. Dennoch möchten wir Ihnen die wichtigsten Veränderungen schon vorab mitteilen.“

Ein weiterer Schritt zum eigentlich schon vorhandenen Monopol. Aber weiter heiβt es in der Aussicht:

„Wir hoffen und gehen davon aus, dass diesem Sprung, der uns gemeinsam mit unseren Freunden und Partnern im Verlagswesen gelungen ist, noch viele weitere folgen werden. Wir bei Google lieben Bücher und unser größter Wunsch ist es, dass sich Google Buchsuche zu einem Service entwickelt, der dazu beiträgt, den langfristigen Erfolg von Büchern und deren Autoren und Verlagen zu sichern.“

Nicht nur den Erfolg von Büchern und deren Autoren sondern auch den finanziellen Erfolg von Google gilt es zu sichern…

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