Kann Kontakt Raubkopierer stoppen?

Am 26.März wurde auf Winfuture ein Bericht veröffentlicht, der eine neue Methode vorstellt, Raubkopien zu verhindern: Kontakt. Laut dem Bericht, ich zitiere, „will man Musikpiraten im Verdachtsfall kontaktieren“ (Firma: AT&T).

Erste Frage: Können Firmen wie AT&T feststellen, ob man illegal Musik heruntergeladen hat? Ja. Oftmals, eigentlich immer, ergeben sich Muster. Mithilfe dieser Muster lassen sich problemlos sicher über 90% der Downloader herrausfinden. Allerdings müsste der Betreiber dazu den gesamten Datenverkehr überwachen, was sicher keine technische sondern eher eine rechtliche Herrausforderung ist.

Hat es einen bemerkbaren Effekt? Es liegen noch keine Daten vor, aber meine persönliche Einschätzung ist, dass es sicher Auswirkungen haben wird. Man muss sich nur die Internet-Betrüger ansehen: Kaum kommt eine Mail mit irgendwelchen Forderungen, die ein Anwalt und irgendein Paragraph belegt, ist man schon stark verunsichert und man überlegt sich schon zu zahlen. Leider machen es auch viele…

Diese Frage kann man sich auch selbst stellen: Was würde man tun, wenn man sich sicher ist, dass der Provider WEISS wann, wo und welche Musik ich ILLEGAL herunterlade? Naja, ich persönlich denke nicht, dass viele noch weitersurfen werden und denken: „Mich wird es eh nie treffen“ 😀

Allerdings: AT&T überwacht nicht dirket den User, sondern, ich zitiere von Winfuture, „dass man damit begonnen hat, Internetnutzer zu informieren, wenn sie von der RIAA verdächtigt werden, Musik aus illegalen Quellen bezogen zu haben.“ Die RIAA ist, so Wikipedia, „eine Interessengemeinschaft, die Unternehmen aus der Musikindustrie in den USA repräsentiert. Die RIAA arbeitet mit dem in Deutschland und weltweit aktiven Verband International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) zusammen.“

Also diese Interessengemeinschaft überwacht uns, nicht die Provider :). Ich finde diese Methode interessant, da sowohl der Musikindustrie als auch dem „Verdächtigem“ ein Gerichtsverfahren erspart bleibt. Auch kann man so einfacher und wirkungsvoller „vorgehen“.

Solche Vorgehen kennt man bei uns noch nicht, aber ich denke man wird sie bald kennenlernen 🙂

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