Der Hype um Kryptowährungen

Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von Frank Thumbach / Thumbach Webtainment

Um Kryptowährungen gab es seit 2015 einen unglaublichen Hype, der im Jahr 2018 leicht abgekühlt ist, wie das IQ Option Magazine mitteilt. Der Hintergrund: Die meisten dieser virtuellen Währungen erreichten Ende 2017 ein Allzeithoch und fielen dann preislich zurück. Noch 2017 gab es nahezu täglich Nachrichten online und auch in den Mainstream-Medien, doch inzwischen ist dieser Nachrichtenfluss etwas abgeebbt. Auch die Zahl der Transaktionen von Bitcoins & Co. ging zurück, sie hat sich gegenüber 2017 in etwa halbiert. Ist das schon die Götterdämmerung für Kryptowährungen? Das zweifeln Experten an. Sie sagen vielmehr dem dezentralen digitalen Geld eine glänzende Zukunft voraus.

Kryptowährungen: Akzeptanz könnte noch steigen

Das Meinungsforschungsinstitut Civey hat unlängst (2018) eine repräsentative Umfrage zu Kryptowährungen durchgeführt und liest aus dem Ergebnis eine künftig deutlich steigende Akzeptanz ab. Demnach hatten die täglichen Bitcoin-Geschäfte ihren Höhepunkt im Januar 2018 erreicht. In der Spitze waren es Mitte Januar täglich 490.644 Transaktionen. Seit dem späten Sommer 2018 hat sich diese Zahl auf rund 200.000 Transaktionen eingependelt. Dennoch sprachen die 10.000 Deutschen, die Civey befragt hatte, von einer steigenden Akzeptanz dieser Währungen. Sie werden weitaus weniger kritisch betrachtet, als man infolge der rückläufigen Zahl der Transaktionen annehmen könnte. Die Umfrageergebnisse besagten unter anderem im Detail:

  • Nur ein kleiner Teil der Befragten – unter 7 % – hat schon einmal Kryptowährungen zum Bezahlen genutzt.
  • Rund 45 % der Umfrageteilnehmer beabsichtigen aber, dies künftig zu tun.
  • Nur reichlich 13 % lehnen Bitcoin & Co. grundsätzlich als Alternative zum herkömmlichen Geld ab.

Wie lässt sich der Widerspruch erklären?

Abnehmende Bitcoin-Transaktionszahlen und eine gleichzeitig steigende Akzeptanz dieses Geldes sind ein Widerspruch. Hierzu gibt es noch weitere Umfragen. Aus einer von ihnen geht hervor, dass sich 53 % der bisherigen Käufer Kryptowährungen aus reiner Neugierde zugelegt hatten. 37 % der Befragten suchen noch weitere alternative Währungen neben dem Bitcoin. Es zeigt sich daran, dass bislang die Transaktionen aus schierem Interesse an dem neuartigen digitalen Geld erfolgten. In der Tag fehlen den Menschen bis heute meistens konkrete Einsatzmöglichkeiten, denn noch zu wenige Händler nehmen virtuelle Währungen an. Lediglich für Spekulationen an Kryptobörsen sind sie gut geeignet. Doch die Akzeptanz durch Internethändler dürfte steigen, das vermutet die Allgemeinheit. Damit werden wahrscheinlich mehr Verbraucher auf die Idee kommen, Bitcoins und weitere virtuelle Währungen für ganz normale Bezahlvorgänge zu nutzen. Auch Kryptoautomaten für den Wechsel von Kryptowährungen in Fiatgeld könnten das virtuelle Geld weiter verbreiten. In Deutschland sind diese Automaten bisher verboten, in anderen Staaten – so in Österreich und der Schweiz – gibt es sie aber schon länger. Da so eine Technik Investitionen voraussetzt, ist es unwahrscheinlich, dass das virtuelle Geld einfach wieder verschwindet. Es hat sich nämlich eine lebhafte Industrie um die Kryptoszene entwickelt.

Welches Potenzial könnten Kryptowährungen haben?

Hierzu gehen die Meinungen von Experten weit auseinander. Sie reichen von der Möglichkeit, dass die vielen digitalen Währungen auf Dauer ein Nischendasein führen, über eine digitale Parallelstruktur im Finanzwesen bis hin zur Option, dass Kryptowährungen das herkömmliche Geld eines Tages vollkommen verdrängen. Wenn Letzteres einträfe, wären bei einigen dieser Währungen noch gewaltige Kurssprünge möglich – so etwa beim Bitcoin, dem einige Fachleute im Jahr 2017 schon einmal ein Potenzial um 500.000 Dollar für einen einzigen Bitcoin zugetraut hatten. Davon ist er weit entfernt, der Kurs bewegt sich aktuell bei rund 6.300 Dollar (Mitte Oktober 2018). Doch da die Zahl aller zu schürfenden Bitcoins bei 21 Millionen limitiert ist, sind künftige gewaltige Kurssteigerungen tatsächlich nicht auszuschließen, denn die Währung ist knapper als Gold.

Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von Frank Thumbach / Thumbach Webtainment

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