Verschlüsselung sensibler Seiten — Sind sie doch angreifbar?

Webseiten, die eng mit finanziellen Inhalten verknüpft sind, geraten sehr schnell ins Interesse von böswilligen Hackern. Sie sehen darin ihre Möglichkeit, einen großen materiellen Schaden anzurichten. Zurecht wird deshalb etwa im Bereich des Online Bankings sehr genau auf eine ansprechende und hochwertige Verschlüsselung geachtet. Doch wie sind solche Seiten tatsächlich vor illegalen Zugriffen geschützt? Und wäre es für einen geübten Hacker dennoch möglich, die dortigen Inhalte ins Visier zu nehmen?

Doppelte Sicherheit beim Online Banking

Längst gibt es für Banken diverse Möglichkeiten, um ihren Zugriff noch undurchdringlicher für Unbefugte zu machen. Einerseits tragen beim Login lange Passwörter mit vielen Zahlen und Sonderzeichen einen Teil dazu bei. Darüber hinaus können sich die Nutzer wahlweise für das Prinzip der mehrstufigen Authentifizierung entscheiden. Dort wird über eine zweite Quelle ein Code generiert, der nur für wenige Augenblicke gültig ist. Diesen muss der Nutzer dann etwa per SMS entgegennehmen. Erst durch die zusätzliche Eingabe des aktuellen Codes lässt sich das Konto öffnen. Dadurch ist für eine weitere Sicherheitsschranke gesorgt, welche die Sicherheit erhöht. Das mehrstufige Prinzip wurde so in den vergangenen Jahren ein wichtiger Bestandteil der IT-Sicherheit, auf den immer mehr Firmen im World Wide Web setzen.

Sicherheit durch SSL-Technik

Auch am Beispiel der Online Casinos lässt sich ein Eindruck von der Verschlüsselung gewinnen. Hier setzen die Verantwortlichen Tag für Tag ähnliche Summen um, wie beim Online Banking. So mancher Spieler verfügt zudem auch im Casino über einen vierstelligen Kontostand. Aus diesem Grund haben sich die Verantwortlichen in den vergangenen Jahren für die Verwendung der SSL-Technik entschieden. Bei der SSL-Verschlüsselungen (128 oder 256 Bit) werden die Daten verschlüsselt an den Server übertragen. Nur der Betreiber selbst ist dazu in der Lage, diese auszulesen. Zwar könnten Hacker die verschlüsselten Daten abfangen, doch es ist praktisch unmöglich, diese wieder zu entschlüsseln. Inzwischen lässt sich die Technik bei vielen Casinos beobachten.

Hier kommt auch eine sichere Übertragung zur Anwendung, um das Ausspähen von Daten durch Dritte zu vermeiden. Im Hintergrund arbeiten IT-Techniker daran, die Seite konstant noch sicherer zu machen. Auch im Austausch bei den Ein- und Auszahlungen arbeitet das Casino mit den bekannten Anbietern wie MasterCard oder auch mit Sofortüberweisung (Klarna) eng zusammen. Diese Unternehmen sind ebenfalls stets bemüht, die Kommunikation zwischen ihrem Unternehmen und dem besagten Casino so sicher wie möglich zu gestalten.

Zertifikate überprüfen

Blickt man auf die Verschlüsselung solch populärer Seiten, so muss natürlich die Perspektive des normalen Nutzers einnehmen. Dieser ist nun in erster Linie daran interessiert einen transparenten Einblick in die Materie zu bekommen. Ein Weg, um diesen auch als Laie zu erhalten, stellen die Zertifikate dar. Diese wurden in den vergangenen Jahren als ein Weg eingeführt, die sichere Verschlüsselung einer Seite schnell zu erkennen. Während es zum Beispiel auf dem Gebiet des Online Bankings offensichtlich sein sollte, dass ein seriöser Anbieter mit sicherem Angebot vorliegt, ist ein solcher Schluss beim normalen Surfen im Internet nicht immer möglich.

In allen gängigen Browsern bietet sich derweil für die Nutzer die Chance, die Zertifikate einer Seite zu überprüfen. Dies gelingt etwa mit einem Klick auf das Schloss-Symbol, welches dann vor den Link geschaltet sein sollte. Die Sicherheit der Verbindung und die Identität der Seite werden dann in kleinen und übersichtlichen Textfenstern oder Menüs bestätigt. Es handelt sich somit um einen sehr praktischen Weg, um sich des Problems anzunehmen und dieses binnen kurzer Zeit zu lösen.

Für echte Profis mag es nicht unmöglich sein, Online Casinos oder Bankseiten zu hacken. Doch durch die zusätzlichen Verschlüsselungen, die sich in den vergangenen Jahren durchsetzten, stellt dies in der Tat ein schweres Unterfangen dar.

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