Der unaufhaltsame Weg von Microsoft in die Cloud: Lizenzen als Kostenfalle?

Microsoft glänzte vor kurzem wieder mit ausgezeichneten Quartalszahlen. Wieder mal stach eine Sparte besonders hervor: Die Cloud, wie auch bei den anderen zwei großen direkten Konkurrenten in diesem Bereich, Google und Amazon. Ein bedeutender Teil des Umsatzwachstums folgt aus einem neuen Lizenzmodell das Microsoft (wie auch andere Anbieter) versucht immer konsequenter am Markt durchzusetzen: Abo statt Kauf.

Unternehmen sollen einen monatlichen Beitrag zahlen und erhalten dafür immer die aktuellsten Office und Windows-Versionen. Die Skalierung erfolgt dabei anhand der Mitarbeiter, so müssten sich die Unternehmen keinerlei Gedanken bezüglich der aktuellsten Software machen und verbuchten dann dafür monatlich fixierte Ausgaben. Das Ganze soll natürlich zu mehr Einnahmen für Microsoft führen. Dies einerseits durch die monatliche Zahlung und auch dadurch, dass nun die tatsächliche Anzahl an Mitarbeitern angegeben werden muss. Zufällige „Doppelinstallationen“ sollen so der Vergangenheit angehören. So wird sichergestellt, dass auch jeder User tatsächlich zahlt.

Daher schnürt Microsoft auch Pakete, welche das Ganze für die Unternehmen attraktiv machen soll: das „365-Abo“ soll dann Windows, Office, Skype und weitere Produkte wie Microsoft Teams integrieren. Und so scheint es auch nicht verwunderlich, dass Microsoft nun auch Unternehmen zu „Lizenz-Basis-Zertifizierung“ einlädt. Dies ist ein Prozess der verifizieren soll, dass Unternehmen ausschließlich lizenzierte Produkte verwendet.

Wenig überraschend könnte dies für Unternehmen unangenehme Folgen haben, nämlich dann, wenn eine „Unterlizenzierung“ festgestellt worden ist. So haben sich bereits Anbieter auf eine „Lizenzberatung“ spezialisiert, die einem solchen Fall vorbeugen wollen. Durch Lizenzoptimierung können sollen so Kosten eingespart werden können. Denn Microsoft will wohl die Firmen dadurch zum Umdenken bewegen: Mit einem Abo-Modell wäre das alles kein Problem. Sowohl für die Firmen, als auch für Microsoft. Denn so kann auch weiterhin sichergestellt werden, dass die Quartalszahlen immer weiter nach oben zeigen.

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