404 und 451 – Zwei gewichtige HTTP-Statuscodes

404-fehlerDas Internet ist eine tolle Sache. Zumindest solange es so funktioniert wie es soll. Ist das nicht der Fall, können die Gründe vielseitig sein. Entweder es liegt an der Software, am verwendeten Endgerät, es gibt Probleme beim Provider oder an der Website selbst. Im letzteren Fall bekommt der Nutzer dies oft über den Statuscode 404 mitgeteilt. Auch der noch relativ neue Statuscode 451 ist wichtig – er kann zur Zensur von Inhalten genutzt werden.

Der prominenteste Fehlercode

HTTP-Statuscodes sind stets dreistellig, insgesamt existieren rund 30 Stück – hier eine Übersicht über die wichtigsten Statuscodes und ihre Bedeutung. Sie dienen der Kommunikation zwischen dem Webserver, über den die angewählte Seite gehostet wird, und dem Browser des Endnutzers. Zu sehen bekommt man sie nur, wenn ein Client- oder Server-Fehler vorliegt. Im ersten Fall bekommt man eine entsprechende Seite mit einem „4xx“-Code angezeigt, bei einem Server-Fehler einen „5xx“-Code. Am häufigsten bekommen Nutzer den 404-Fehler zu sehen, der bedeutet, dass die aufgerufene Website nicht gefunden wurde, etwa weil die URL einen Fehler enthält oder die Seite schlicht nicht existiert. Grund dafür kann ein Tippfehler sein, oder der Betreiber hat die Website umgebaut, der Nutzer versucht aber über einen nicht mehr aktuellen Link auf die Seite zuzugreifen. Für den letzteren Fall besteht für den Websitebetreiber die Möglichkeit, den Nutzer automatisch auf eine andere Website weiterzuleiten. Dies geschieht seinerseits über den Statuscode 301.

Zudem kann jeder Betreiber individuelle 404-Seiten erstellen, unsere sieht zum Beispiel so aus. Besonders kreative und humorvolle 404-Pages sind auf der Seite fab404.com zu finden – ein durchaus unterhaltsamer Zeitvertreib.

Da 404-Fehler trotzdem vor allem ärgerlich sind, arbeitet Mozilla derzeit an einem Projekt namens No more 404s. Dabei überprüft der Browser, ob der fragliche Inhalt im Internetarchiv archive.org archiviert wurde und steuert im Erfolgsfall die dort hinterlegte Website an. Wer das Ganze ausprobieren möchte, kann sich das entsprechende Addon für den Firefox hier herunterladen.

451 steht für Zensur

Seit Ende 2015 gibt es den HTTP-Statuscode 451. Er wird dann eingesetzt, wenn Inhalte aufgrund einer juristischen Aufforderung Dritter nicht übertragen werden. Interessant ist, dass dieser Code nicht nur von Website-Betreibern verwendet werden kann. Auch zwischengeschaltete Instanzen wie Provider können diesen Code nutzen, um Webinhalte für Nutzer unzugänglich zu machen – ein Mittel zur Zensur des Internets. Dementsprechend häufig wird dieser Code in China zu sehen sein.

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