Papier oder Bildschirm?

Schreiben auf PapierStirbt das Papier aus? Heutzutage ist fast alles digitalisiert bzw. online verfügbar, was früher auf Papier gedruckt war. Wir lesen E-Books und Online-Nachrichten und schreiben auf unseren Laptops oder Tablets. Die Schulen fordern für den Unterricht mobile Endgeräte und die sogenannten Digital Natives würden am liebsten ihr ganzes Leben digital organisieren. Es scheint so, als würden Bücher und Papier bald nicht mehr gebraucht. Wie jedoch dieser Artikel aus den USA beschreibt, liest und schreibt ausgerechnet die Millennial Generation wieder bevorzugt auf Papier statt am Computer. Zumindest den befragten Studenten der American University in Washington D.C. war Papier lieber – es sei denn, sie studierten Mathematik oder Physik. Doch was sind die Gründe für diese Präferenz?

Bücher liest man konzentrierter

Die Studenten erklärten ihre Vorliebe für Papier damit, dass sie sich auf digitale Texte nicht so gut konzentrieren könnten. Das liegt daran, dass wir am Bildschirm Texte eher überfliegen und der Blick umherspringt, wie Forschungsergebnisse zeigen. Im Durchschnitt bleibt man nur eine Minute auf einer Website. Mit der Zeit gewöhnt sich das Gehirn daran, ständig zu neuen Inhalten zu springen. Die Aufmerksamkeitsspanne vor einem Bildschirm ist deswegen deutlich geringer, als wenn man ein Buch liest.

Hinzu kommt, dass die Generation Y den größten Teil ihrer Freizeit in der digitalen Welt verbringt. Das Ablenkungspotenzial ist daher entsprechend groß. Einer der befragten Student erzählt: „Ich lese einen Absatz und klicke danach auf Tumblr. Drei Stunden später bemerke ich, dass ich immer noch nicht fertig mit dem Lesen bin.“ Auch für das Verständnis sei gedrucktes Lehrmaterial besser, so ein anderer Teilnehmer der Studie. Er zeichne in seinem Kopf eine imaginäre Karte, um sich wichtige Textstellen in einem Buch zu merken. So könne er sich Gelesenes besser einprägen.

Doch viele Dozenten verzichten mittlerweile auf gedruckte Reader und Handouts, stattdessen stellen sie sämtliche Materialien nur noch online zur Verfügung. Wer sich am Bildschirm nicht durch 100 Seiten Fachtext quälen mag, muss dann selbst drucken – und das ist teuer. Für viele Studenten ist dieser finanzielle Aspekt durchaus ein Thema. Vielen ist es schlicht nicht möglich, alle paar Monate die bis zu 50 Euro aufzubringen, die Druckerpatronen und Zubehör kosten. Eine Lösung für dieses Problem sind Online-Fachhändler, die sowohl die Originalprodukte von Marken wie Dell als auch kompatible Alternativen anbieten – bei ihnen sind die Produkte bis zu 80 % günstiger als im stationären Handel.

Viele Universitäten und Hochschulen bieten ihren Studenten auch an, für wenig Geld oder sogar kostenfrei in der Einrichtung zu drucken. Wer diese Gelegenheit nicht hat, sollte im Internet nach einem günstigen Shop für Druckbedarf suchen.

Bücher und Papier laufen also keineswegs Gefahr, zu verschwinden. Im Gegenteil: Gerade die Generation, die in einer digitalisierten Welt aufwächst, fühlt sich mit längeren und komplizierten Texten sicherer, wenn sie diese in gedruckter Form vor sich hat. Den befragten Studenten immerhin ist es das Geld wert, denn vielen von ihnen fällt es wesentlich leichter, sich einen gedruckten Text zu erschließen als die Onlineversion.

Schreibe einen Kommentar