DDOS-Attacken auf Techfinancials Broker

ddos-securityDieser Artikel ist ein Gastbeitrag

Binäre Optionen Broker, welche die Software-Plattform Techfinancials einsetzen, erlitten seit etwa dem 12. Oktober 2015 massive DDoS-Attacken. Dieser Angriff von Bot-Netzwerken führte zu technischen Schwierigkeiten und Überlastungen, Trader mussten eine verlangsamte Performance hinnehmen.

Was bedeutet das für die Kunden der betroffenen Broker?

Eine DDoS-Attacke (verteilte Dienstblockade oder Distributed Denial of-Service) schränkt die Verfügbarkeit eines Dienstes ein und kann ihn auch lahmlegen, Daten werden aber in der Regel nicht abgegriffen. In dieser Hinsicht haben Kunden etwa der Broker 24option oder OptionFair (beides TechFinancials-Broker) wohl kaum etwas zu befürchten. Sie hatten aber ganz sicher mit verlangsamten oder überhaupt nicht durchgeführten Ausführungen zu kämpfen.
Alternative Plattformen im Binärbrokerbereich sind die beiden Standardlösungen SpotOption und TradoLogic. SpotOption nutzen etwa die Broker BDSwiss, Banc de Binary, TradeRush, GOptions und TopOption (es gibt noch wesentlich mehr SpotOption Broker), Tradologic setzen unter anderem ZoomTrader und OptionBit ein. Einige Broker wie anyoption nutzen eigene Softwarelösungen. Diejenige von anyoption ist nach Angaben des Brokers gegen DDoS-Attacken geschützt.
Hinweis für Interessierte: Über die Binäre Optionen Broker Suche von Online-Broker-Vergleich.info können Binäre Optionen Broker nach deren Plattformen selektiert werden.

Was ist eine DDoS-Attacke?

Die DDoS-Attacke bewegt sich eine Stufe über der DoS-Attacke (Denial of Service für „Dienstverweigerung“). DoS entsteht durch eine Überlastung von Infrastruktursystemen, die auch unbeabsichtigt entstehen kann. Wenn sie mutwillig herbeigeführt werden soll, genügt es beispielsweise, einen Server mit Mails zu bombardieren. Um diese Dienstblockade auf eine neue Ebene zu hieven, verteilen Angreifer ihre Aktivitäten auf viele Tausend Systeme, die wiederum aus Rechnern bestehen können, die ohne Wissen ihrer Inhaber gekapert wurden. Das führt zur DDoS-Attacke, die eine immense Schlagkraft entwickeln kann. Die zum Botnetz zusammengeschlossenen Computer greifen zeitgleich die Netzinfrastruktur des Opfers an, die irgendwann ausfällt. Dabei werden der Access-Link, die Ressourcen der Firewall sowie Web- und Datenbankserver gleichzeitig angegriffen. Es gibt Botnetze, die eine fünfstellige Zahl von Rechnern unter ihre Kontrolle gebracht haben. Die Angriffsmuster variieren in der Häufigkeit und Bandbreite, früher waren es Volumenattacken, seit 2010 setzen die Cyberkriminellen verstärkt Application-Layer- und Multi-Vector-Attacken ein. Diese Angriffe weisen jährliche Steigerungsraten von über 200 Prozent auf.

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