Bootfähigen USB-Stick mit Windows 10 erstellen

Windows10Während früher ein Betriebssystem noch mit Disketten und CDs/DVDs aufgespielt wurde, geschieht dies heutzutage meist anhand eines speziell formatierten USB-Sticks, der bootfähig gemacht wurde. Der Wechsel zu bootfähigen USB-Sticks ist dabei sehr schnell erfolgt, vor allem da die neuen Ultrabooks ohne ein optisches Laufwerk ausgestattet sind. Der durchschnittliche User hat aber wohl kaum einen Bedarf an einem solchen USB-Stick, da die Systemwiederherstellungsoptionen immer benutzerfreundlicher werden und innerhalb kurzer Zeit das System so zurücksetzen, als wäre es frisch aus der Herstellerfabrik geliefert worden. Doch genau dies ist das Problem: Die Hersteller platzieren unzählige Programm quasi im “Kern” des Systems, sodass selbst bei einer Neuinstallation wieder alle Programme installiert werden.

Wer also nicht das System neu aufsetzen will und trotzdem mit vier Testversionen, zwei Cloud-Diensten und unzähliger sinnloser Software begrüßt werden will, dem bleibt nichts anderes übrig als eine saubere Windows-Version aufzuspielen.

Dazu kann man entweder eine ISO-Datei auf einen DVD brennen oder eben einen bootfähigen USB-Stick erstellen. Für Windows 10 hat Microsoft dabei selbst ein besonders einfaches Tool bereitgestellt. Unter https://www.microsoft.com/de-de/software-download/windows10 kann dabei ein Programm heruntergeladen werden, welches mit wenigen Klicks einen solchen USB-Stick erstellt:

Schnelles Erstellen durch das Microsoft-Tool

Mit “Upgrade this PC now” kann manuell ein Update angestoßen werden, mit der zweiten Option wird ein Medium erstellt

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Anschließend kann die gewünschte Version ausgewählt werden. Windows 10 steht in zwei Varianten zur Verfügung: Home und Pro. Das “N” welches ebenfalls bei beiden Versionen drangehängt wird, ist eine spezielle Version für den europäischen Raum konzipiert wurde und einzelne Programme wie den damaligen Media Player nicht enthält. Einen Unterscheid existiert nicht wirklich, die Existenz der Version ist nur aufgrund Auflagen seitens der Behörden zu erklären.

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…das Zielmedium auswählen… Bei einem USB-Stick muss beachtet werden, dass dieser mindestens 3 GB groß sein muss und keine wichtigen Daten enthält, da er vom Programm komplett formatiert wird.

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Das war’s auch schon – das Programm ladet nun Windows 10 herunter und formatiert den USB-Stick entsprechend. Weitere Schritte sind nicht notwendig und der Stick kann sofort verwendet werden.

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