Mozilla: Firefox nicht als Windows 8-App

Mozilla_Firefox_logo_2013.svg Mozilla gab am Freitag in einem Blogpost bekannt, dass es doch keine (offizielle) Windows 8-App von Firefox geben wird). Zwar sind die Entwicklungen schon fortgeschritten, jedoch wurde nun die Entscheidung gefällt, dass man das Projekt nicht mehr weiter verfolgen wird. So weit so gut, jedoch hat diese Meldung weitaus gravierendere Auswirkungen als sie vermuten lässt – sie offenbart nämlich eines der größten Probleme, mit denen sich Microsoft momentan herumschlagen muss: Die mangelnde Attraktivität der App-Stores.

Eigentlich kennt Microsoft das Problem ja von Windows Phone: Zu geringer Marktanteil und deshalb zu wenige Apps im App-Store, was wiederum zu einem geringeren Marktanteil führt. Ein ewiger Teufelskreis. Aber im Gegensatz zu Windows Phone 8 führt das Windows 8-OS kein Schattendasein, dennoch werden bei weitem nicht so viel Apps publiziert wie Microsoft gerne hätte. Wer mal eine Zeit lang mit Windows 8 RT (bspw. mit einem Surface) gearbeitet hat weiß, wie mühselig es mit der Zeit werden kann wenn man nur Apps aus dem Store zur Verfügung hat.

Mit Mozilla hat nun nicht irgendein kleiner Entwickler Windows 8 eine Absage erteilt, sondern der Entwickler des Browsers mit momentan (im deutschen Sprachraum) 35% Marktanteil. Da sollten bei Microsoft alle Alarmglocken läuten. So eine Nachricht wird viele andere Entwickler ebenfalls abschrecken und könnte zu einem Teufelskreis ähnlich wie im Handymarkt führen. Nun sollte Microsoft schleunigst reagieren und versuchen durch ein Belohnungssystem auch App-Entwicklungen zu zahlen – auch wenn damit die Entwicklung eines direkten Konkurrenzproduktes des Internet Explorers finanziert wird.

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