Bekommt Facebook schon Angst vor Google+?

Zur Zeit ist Google mal wieder im Gespräch. Grund dafür sind aber weder negative Aktionen des Konzerns wie etwa Datenschutzprobleme, Street View oder neue Entwicklungen rund um das eigene Handy-Betriebsystems Android. Google machte mit einemneuen Social Network auf sich aufmerksam, welches Google selbst entwickelt hat und nun der Öffentlichkeit vorstellte. Schon lange gab es Gerüchte, und obwohl der Facebook-Konkurrent, „Google+“ genannt, eigentlich noch in der Beta-Phase ist, wird schon kritisiert und prophezeit.

Der Blog „GoogleWatchBlog“ meinte dazu auf Twitter: „Es ist schon erstaunlich, wie viele schon wieder Kaffeesatzlesen, bevor Google+ aus der Beta-Phase eigentlich raus ist.“. Und es stimmt – Google+ war Themen auf sämtlichen Startseiten aller Medien – von Spiegel.de über derStandard.at. Alle berichteten, analysierten, kritisierten und stellten die eine große Frage:

„Hat Facebook Angst vor Google?“. Es soll das Ziel von Google sein: Fuß zu fassen im Social-Network Bereich, denn noch ist Facebook einsamer in diesem Bereich als nie zuvor: Myspace wurde gerade zu einem Spottpreis verkauft – nur noch 35 Millionen Dollar bekam Rupert Murdoch für das Netzwerk, aber gekauft hatte er es einst um 580 Millionen Dollar. Mit dem Preis-Sturz geht auch der User-Sturz Hand in Hand: Zum Zeitpunkt des Verkaufs waren es nur noch 63 Millionen User berichtet diePresse.com. Dem Gegenüber stehen die 600 Millionen User von Facebook.

Hätte man die Frage „Hat Google Angst vor Facebook?“ gestellt, könnte man sie ja leicht beantworten: Natürlich. In letzer Zeit wurden mehrere Studien veröffentlicht wo sich die Leute denn im Internet aufhalten. Bereich Social-Networks: Tendenz stark steigend. Wo sich die Leute aufhalten, da kann man ihnen auch Werbung verkaufen – fast die gesamten Einnahmen erwirtschaftet Google so. Und nachdem man Facebook nicht mehr kaufen kann (weil sich Analysten mit den Bewertungen für „Klatsch und Tratsch von Jugendlichen“  ins unermessliche zu überbieten scheinen) musste Google ein eigenes Netzwerk auf die Beine stellen – Google+ war geboren.

Nun ja – nicht wirklich. Zuerst war da Google buzz aber interessiert nun auch niemanden mehr. Um aber mit Google+ erfolgreich zu sein, musste ein Merkmal her, das Facebook nicht hatte. Man musste das sein, was Facebook damals war: Innovativ. Damit wurden die nun bekannten „Kreise“ geboren und die Medien griffen es sofort als DAS Merkmal auf. Wirklich neu ist es ja nicht, Facebook kann auch Freunde in Gruppen sortieren, aber Google kopierte das Prinzip von Apple: Einfach und selbsterklärend muss es sein.

Nochmals die Frage: „Hat Facebook Angst vor Google?“ Ja. Mit Google+ stellt man eine direkte Konkurrenz auf die Beine, welche aggressiv vermarktet wird. Googles CEO Larry E. Page macht 25% vom Gehaltsbonus vom Erfolg abhängig was annehmen lässt, dass die Marketing-Strategen sich dahinterklemmen…

Auch Facebook hat schon reagiert: als sich Mark Zuckerberg bei Google+ anmeldete glaubte jeder, es sein ein Fake-Account, was nicht der Fall zu sein scheint. Vielleicht hat Mark ja seine Freunde direkt mit den angebotenen Import-Tools hinzugefügt. Jetzt ist es nicht mehr möglich: Facebook sperrte kürzlich einige Tools aus, mit denen man zu Google+ umziehen konnte (Bericht auf Golem.de). Ob es hilft? Eher nicht, mittlerweile klappts wieder und Facebook wird sich auch zukünfig anstrengen, den User die eingen Daten zu verweigern

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